Woran erkenne ich eine Sekte?

Das Wort "Sekte" kommt aus dem Lateinischen ("sequi") und bedeutet: "Abteilung oder Abspaltung von einer Hauptgruppe". Eine meist kleine Gruppe von Leuten, die sich von einer größeren Gruppe gelöst hat ("secta").


Bei Sekte hat man meist erstmal die "großen gefährlichen" im Kopf:

Ich denke da an die Aum Sekte in Japan, die Giftgas in der U-Bahn versprühte oder an die Sonnentempler Sekte, die ihre Mitglieder zum Selbstmord trieb. Dann hätten wir die Baghwan Bewegung, deren Guru die Anhänger völlig willenlos und abhängig machte. Oder natürlich auch Scientology, die die Weltherrschaft anstrebt und ihre Anhänger psychologisch, manipulativ ausbeutet und abhängig macht, indem sie mit Angst, Druck, Rufmord, ja sogar Mord droht, falls ein Mitglied aussteigen will. Die Liste ließe sich ewig fortsetzen …
 

Schon in der Bibel kannst Du lesen, dass selbst die ersten Christen von anderen als Sekte bezeichnet wurden. In der Kirchengeschichte bezeichneten sich immer wieder verschiedene Gruppen gegenseitig als Ketzer und Sektierer. Es ist noch gar nicht lange her, da galt in unserem Land alles, was nicht katholisch war, als Sekte. Für Martin Luther und andere Reformatoren dagegen war die katholische Kirche die größte Sekte und Irrlehre überhaupt.
 

Gibt es also gar keine allgemeine Einteilung, wann eine Gruppe als Sekte zu bezeichnen ist? Fakt ist, keiner würde sich selbst als Sekte bezeichnen, dass tun andere. Ich denke dennoch, dass es einige Fragen und Punkte gibt, über die Du Dir Gedanken machen solltest, bevor Du Dich fest in einer Gruppe engagierst.
 

Doch bitte sei vorsichtig mit gewaltigen Begriff "Sekte" – der sollte wirklich erst nach einem ausgiebigen und gründlichem Check verwendet werden.


Nicht jede Gruppe, die in einem Bereich sektierischer Ansätze zeigt, ist automatisch eine Sekte. Auch wenn das eine oft ins andere übergeht.

Gott sei Dank leben wir einem Land, in dem Religionsfreiheit herrscht! Das ist ein Privileg, dass viele Länder leider noch immer nicht haben. Menschen müssen sich für ihren Glauben verstecken, werden verfolgt oder gar ermordet. 


Im folgendem habe ich Punkte zusammen gefasst, die ich persönlich für wichtig halte. Ich kann das natürlich nur aus meiner Sicht als Christin schreiben, eine Muslimin würde Dir wahrscheinlich andere Punkte nennen, eine Atheistin wiederum andere … und in manchen werden wir alle drei einer Meinung sein! 😉

In erster Linie geht es mir weniger um die Lehre, vielmehr um die Struktur und den Umgang mit Menschen in einer Gemeinschaft. Folgende Alarmzeichen solltest Du beachten:

Glaube ohne Freiheit

ManipulationGlaube bedeutet immer auch Freiheit. Glaube bedeutet ohne jeglichen Zwang entscheiden zu können, ob und was ich glauben möchte. Zwingt mir eine Gemeinde ihre Glaubensüberzeugungen auf, läuft was schief. Glaube ist Stückwerk, so steht es bereits in der Bibel (1. Korinther 13, 12).

Keiner hat auf jede Frage eine Antwort. Nicht für jedes Problem gibt es eine Erklärung oder einfache Lösung. Wenn Dir das allerdings vermittelt wird – Achtung! Denn keiner hat die Weisheit mit Löffeln gefressen … naja ok, einer 😉 


Intoleranz gegenüber Andersdenkenden 

Du denkst über so manches Thema anders, als die Allgemeinheit der Gruppe? Eigentlich nicht schlimm, wenn Deine Meinung jedoch nicht akzeptiert wird, Du deswegen sogar angegriffen wirst, ist Vorsicht geboten. Auch konstruktiv geäußerte Kritik sollte erlaubt sein. Wenn eine Gemeinde ihren Glauben zur Ideologie macht, fanatisch lebt und vermittelt, dass ein "Nichtmitglied" keine Ahnung hat und ein "Mitglied" so ziemlich alles weiß, ist das ein klares sektiererisches Verhalten.

Die Mitglieder isolieren sich oft, sind aber gleichzeitig penetrant, nicht selten auch aggressiv am missionieren um andere von ihrer Ideologie zu überzeugen, um sie als Gemeindemitglied zu gewinnen.


Intolerant gegenüber Andersaussehenden

Ob behindert, Punk, müffelnder Obdachloser, Grufti, what ever …. in einer Gemeinde sollte jeder Mensch als von Gott geliebt und gleichberechtigt gesehen werden. Punkt. Keiner darf wegen seines Aussehens weg geschickt werden.
 

Wenn der Häuptling spricht …

…. hat das "Gemeindevolk" zu schweigen. Wenn eine Gemeinde den Worten ihres Leiters mehr Glauben schenkt, als der Worten der Bibel ist Vorsicht geboten. Auch wenn es eine klare Hierarchie gibt und nur der Leiter bestimmt, was wann wie zu laufen hat, sei vorsichtig! 
 

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Jesus ist Gottes Sohn. Er hat Macht über alle und doch ist er der größte Diener, den man sich nur vorstellen kann. Niemals hat er sich auf einen golden Thron gesetzt und mit den Menschen, die sich um ihn scharren, irgendwelche Machtspielchen gespielt.

Ein Leiter hat große Verantwortung und sollte Vorbild sein. Kein Mensch ist perfekt, doch ein solcher Machtmissbrauch ist undiskutabel.


Abhängigkeit und Manipulation

"Wenn Du nicht regelmäßig zum Gottesdienst kommst, ist Gott wütend auf Dich!", "Du glaubst nicht genug, deshalb hast Du ständig Probleme!" o.ä. sind schlichtweg Unsinn!  

Zu diesem ausführlichen Thema habe ich einen extra Blogartikel geschrieben:

– "Geistlicher Missbrauch – was ist das?" 
– "Geistlicher Missbrauch – wie komme ich da raus?"


Dein Privatleben wird durchleuchtet

Was Du persönliches erzählst, sollte immer Deine Entscheidung sein. Wenn Du gezwungen wird, aus Deinem Privatleben zu erzählen zB. ob Du eine Beziehung führst, welche sexuelle Orientierung oder Vorlieben Du hast, wie hoch Dein Einkommen ist usw. geht das eindeutig zu weit! Jegliche Kontrolle, die durch die Gemeinde passiert ist to much. Auch wenn Dir bestimmte Beziehungen und der Kontakt zu bestimmten Leuten "verboten" wird.


Her mit der Kohle

Die Gemeinde braucht ein neues Kirchendach, es gibt neue Projekte, die finanziell gefördert werden sollen. Alles gut und schön. Doch wenn es heißt: "Du musst Dich daran beteiligen!" lass dich nicht unter Druck setzen. Jedem liegt etwas anderes auf dem Herzen, dass ihm unterstützenswert erscheint und das ist auch gut so!


Wem wird geholfen?

Wem wird unter die Arme gegriffen, wenn er in Not ist? Nur den eigenen Gemeindemitglieder? Oder ist es egal welchen Glaubens, welcher Religion, welcher Hautfarbe und Nationalität diese Menschen sind? Wenn Du die letzte Frage mit "Nein" beantworten musst, ist das ganz bestimmt nicht in Gottes Sinne. Menschen sind niemals Feinde, sondern von Gott geliebte Menschen! Und so sollten wir sie behandeln – ohne Ausnahme!

 

2. Timotheus 3, 5 HfA fällt mir noch ein – ließ diese Stelle bitte im Kontext: 

"Nach außen tun sie zwar fromm, aber von der Kraft des wirklichen Glaubens wissen sie nichts. Hüte dich vor solchen Menschen!"  – 


Das waren einige wichtige Punkte aus meinem Blickwinkel. Vielleicht möchtest Du sie ergänzen oder siehst so manches anders. Du hast die Freiheit dazu 😉 … solange sie niemanden diskriminiert!


Im Grunde lässt sich all das mit einer einer Frage zusammenfassen:

Predigt die Gemeinschaft nur über Liebe oder liebt sie?


Denn: Was bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe. Die Liebe aber ist das Größte." 1. Korinther 13, 13

 

Ich hoffe Dir einige hilfreiche Gedanken mitgegeben zu haben und lass Dich davon nicht abschrecken eine Gemeinde zu finden, wo Du Dich wohlfühlst und einbringen kannst!  :-)
 

Beste Grüße und Gottes fetten Segen.
Deine Mandy

 

 


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Dieser Beitrag wurde am 26. Januar 2017 veröffentlicht.

48 Gedanken zu „Woran erkenne ich eine Sekte?

  1. Thomas

    Ehrlich gesagt finde ich es gut, wenn ich eine Gemeinde finde, die teilweise das Privatleben durchleuchtet. In manchen Gemeinden werden Ehebrecher und andere suspendiert, nicht durch Strafe sondern damit sie darüber nachdenklich werden. Eine Gemeinde sollte trotz allem Soetwas wie eine Familie bilden d.h. auch über Intimes sprechen zu können.

    Antworten
    1. Mandy Artikelautor

      Und wie soll die „Durchleuchtung“ stattfinden? Mich befremdet es sehr, wenn Leute nachforschen mit wem ich wann ins Bett gehe. Ein No-Go für mich. Aber nun, so unterschiedlich sind die Ansichten 😉

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      1. Jürgen

        Lieber Thomas,

        das finde ich ziemlich gruselig. Wenn du also nach Dortmund ziehst, soll z.B. ich dich durchleuchten. Willst du das wirklich? Ich will es auf gar keinen Fall, weder aktiv noch passiv.
        Unsere Freiheit ist immer die Freiheit des anderen.

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  2. Thomas

    Durch Propheten und den Heiligen Geist. Es geht nicht um das nachspionieren, sondern um das aufdecken der Sünde durch den Heiligen Geist.

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    1. Mandy Artikelautor

      Wie sieht das praktisch aus, Thomas? Du betest für B. und bittest den Heiligen Geist, dass er dir zeigt ob B. gerade seiner Frau fremd geht? Oder du betest für T. ob er wieder ne neue Freundin hat? Ich möchte es gern verstehen.

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      1. Thomas

        Man fragt den Heiligen Geist ob er etwas offenbaren möchte und falls es so ist, tut er es ganz einfach. Das Thema ist dem egal, kann ein positives Bild sein oder etwas negatives. Propheten waren schon immer das Sprachrohr Gottes und sind es immer noch, deswegen soll auch jeder die Frucht der Liebe und die Gabe der Prophetie vom Herrn erbitten, weil diese ist sehr wichtig, wird aber nie ernst genommen oder als Wahrsagerei abgetan

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        1. Christian

          Da Gemeinde eine Zuflucht FÜR die Welt ist und nicht VOR der Welt ist Sünde in ihr ein alltäglicher Zustand. Eine Gemeinde in der nicht gesündigt wird ist in meinen Augen keine christliche Gemeinde mehr, bzw. läuft etwas extrem falsch oder aber es herrscht keine Fluktuation mehr. Gemeindezucht ist in der Bibel beschrieben, aber wie willst du sie durchsetzen im privaten Raum ? Dafür sind selbst wir ach so freien Christen viel zu sehr verschlossen und unsere heutigen Gemeinden enden auch meist bei der privaten Haustüre. Dazu kommt das zum Sündenaufdecken rein biblisch gesehen der heilige Geist dient, bzw du selber wenn sie dich erdrückt. Ich möchte KEINE Pharisäerpolizei in meiner Gemeinde haben die mich zur Steinigung führt.

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        2. NEU

          Hallo Thomas, :-)

          dazu kamen mir gerade ein paar Gedanken.

          „Man fragt den Heiligen Geist ob er etwas offenbaren möchte und falls es so ist, tut er es ganz einfach.“

          Wenn der Heilige Geist etwas offenbaren will, dann macht er das einfach, ohne dass ich ihn erst danach fragen muss ob er das möchte. Meine Erfahrung ist, dass diese Vorgehensweise eher dazu führt, dass ich alles mögliche höre, aber nicht den heiligen Geist. Ich möchte das nicht pauschalisieren, ich habe es auch schon anders erlebt, aber wenn es Gott um Sünde ging, dann meistens um meine eigene.

          Einschub aus meiner Praxis: Wirklich ganz selten, dass ich Menschen auf etwas aufmerksam machen sollte und dann habe ich es beinahe jedes Mal so erlebt, dass dieser Mensch bereits vorbereitet gewesen ist und am Ende nur noch dankbar war. Wenn Gott Menschen begegnet, dann atmet Seele und Geist auf, befreit und geheilt an den Punkten, die ihm zuvor Not bereitet haben.

          “ Propheten waren schon immer das Sprachrohr Gottes und sind es immer noch, deswegen soll auch jeder die Frucht der Liebe und die Gabe der Prophetie vom Herrn erbitten, weil diese ist sehr wichtig, wird aber nie ernst genommen oder als Wahrsagerei abgetan“

          Da ist was dran, für die großen Kirchen trifft dies zu und für viele andere auch, aber wir haben keinen Mangel an Propheten oder prophetisch begabten Menschen. Wir haben auch (schon immer- wobei ich selbst versuche mir das Wort: „immer“ abzugewöhnen) keinen Mangel an falschen Propheten – leider – unter dem Deckmantel der Liebe. Ich werde wach, wenn der prophetische Dienst einen überhöhten Stellenwert erhält. Wenn ich um die Frucht der Liebe bitten muss, dann möglicherweise, weil die Gabe wichtiger geworden ist, als das worauf Gott gerade den Fokus legt. Wen Gott beruft, den ruft er.

          Das klingt danach, als würde ich Dir widersprechen, aber darum geht es mir gar nicht, ich stimme Dir zu! Gott reinigt uns auch durch das Wort der Propheten – wenn wir die Bibel lesen, dann wird ausreichend deutlich, wo die menschlichen Stärken und Schwächen von uns allen, insbesondere aller gläubigen Menschen liegen. Es geht mir lediglich um etwas Differenzierung, damit echte Propheten auch wieder erkannt werden. Wenn wir ihnen zugestehen, dass sie Menschen mit Fehlern sind und sie nicht gleich als „Sprachrohr Gottes“ bezeichnen, auch wenn sie das sind, werden möglicherweise (wieder) die Menschen aufmerksam die sie hören sollen. Gottes Botschaften sprechen für sich und kein Mensch kann einem anderen die Ehre nehmen, die Gott ihm gegeben hat.

          Wahrsagerei kann man noch relativ leicht von Prophetie unterschieden. Gefühlt würde ich behaupten dass es viel mehr Bibelstellen zu Propheten und Prophetien gibt, als Warnungen vor Wahrsagerei. Ich bin ein großer Fan von eigenverantwortlichem Prüfen und Freiheit des Einzelnen. Wenn mir aber jemand damit kommt, Wahrsagerei und Prophetie in einen Topf zu schmeißen, dann ist es entweder Unwissenheit und ich habe die Möglichkeit auf den Unterschied aufmerksam zu machen oder es ist ein Missbrauch in der Argumentation um grundsätzlich etwas ablehnen zu können.

          Ohje, ich hoffe ich bin nicht zu belehrend rüber gekommen. :-( Es ist als Gedankenaustausch gedacht.

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      2. Thomas

        ICH möchte garnichts durchsetzen, aber ich hoffe der Neugeborene in Christus möchte es durchsetzen auf dem Weg zur Heiligung.

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  3. Martina

    Dann frag mal Leute die in.der DDR groß geworden sind, was diese für Erfahrungen mit Stasi und Kirche gemacht haben. Ich glaube da änderst du hoffentlich deine Meinung. !!!!Ich spreche aus Erfahrung. Bin seit vielen Jahren Mitarbeiterin auch schon zu DDR Zeiten! !!!Durchleuchtung. ..Daumen runter!

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  4. Jörg

    Ich muss Dir da widersprechen. Luther war durch und durch katholischer Christ und wollte nie eine zweite Kirche gründen. Ihm ging es um die menschengemachten Auswüchse wie den Verkauf von Ämtern, den Ablasshandel, die Sucht der Kirchenfürsten nach macht, Geld und Frauen. ER war nie gegen die Lehre an sich.

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    1. Mandy Artikelautor

      Da hast du vollkommen Recht, Jörg. Meine Formulierung ist da vielleicht etwas überzogen. Je nachdem zu welchem Zeitpunkt man ihn gefragt hätte, wären die Antworten sehr unterschiedlich ausgefallen. 

      Luther hätte es zunächst sicher lieber gesehen, wenn die Kirche sich reformiert hätte, statt ihn rauszuschmeißen. 

      Später schrieb er aber sehr hart gegen Papst und seine Kirche. 
      ZB. in „Wider das Papsttum zu Rom“ von 1545.

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  5. Michael

    Nach Wikipedia war Sekte ursprünglich ein wertneutraler Begriff, der für kleinere religiöse Gruppe steht, die aus einer größeren entstand.

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  6. Christian

    Ich glaube jede Gemeinde die dich an sich oder Personen bindet und dich nicht in Jesu Freiheit führt ist eine Sekte. Wer wann und wo das ist, dafür hat Gott einem den gesunden Menschenverstand geschickt, respektive ein ungutes Bauchgefühl/den heiligen Geist 😉 Dazu gibt es noch die klassischen Tabellen ala „Abspaltung von der Welt“ etc usw. Mein Gott die Bibel ist eigentlich ein recht guter Leitfaden für wie eine „wahre Gemeinde Jesus“ auszuschauen hat.

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  7. Karin

    Die Bibel also das Wort Gottes sollte im Fomus stehen. Sollten Lehren verbreitet werden, die der Bibel wiedersprechen ist es keine Gemeinde für mich zumindest.

    Antworten
    1. Max

      Jesus ist der Mittelpunkt, nicht „die Bibel“ allgemein. In der Bibel finden sich viele Aussagen, die Jesus erst verständlich gemacht hat. Und im Neuen Testament zeigt sich, wie das AT im Sinne Jesu „weitergeschrieben“ bzw. „ergänzt“ wird. Zum Beispiel im Blick auf die Frage, ob alle Gebote und Regeln des AT auch für die neuen Christen gelten sollen. Dazu hat das Apostelkonzil einiges erarbeitet, das dann für die späteren Kirchen wichtig wurde. Basis der Beratungen im Apostelkonzil war nicht abstrakt „die Bibel“, sondern das, was die Apostel von Jesus her gelernt hatten und was ihren Alltag prägte: Liebe, Vergebung, Versöhnung. Einladung auch derer, die „unrein“ sind – weil Jesus betonte, was wahre Reinheit und Unreinheit ist – vgl. Mk 7,1-19 (und darin sagte er durchaus etwas anderes, als das, was man z.B. in manchen Texten aus Levitikus findet).

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  8. Reimers

    Mein Papa hat es mal treffend so formuliert: sobald Jesus nicht reicht und irgendwas hinzugefügt wird, ist es eine Sekte.

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    1. Bithya

      und was ist es, wenn etwas von Jesus ignoriert wird? Oder unterschiedlich interpretiert? Die Frage ist nicht als Kritik gemeint, nur als Frage, wie du es siehst.

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      1. Mandy Artikelautor

        An wem geht Deine Frage, Bithya?

        Mein Beitrag bezieht sich im allgemeinen auf verschiedenste Gruppen, also nicht nur fromme Gemeinden. Ich kenne mich zB. in muslimischen Gemeinden nicht aus, dazu kann ich also wenig sagen.

        Wenn oben genannte Punkte dort nicht zutreffen bin ich weit davon entfernt sie als Sekte zu bezeichnen, auch wenn sie einen anderen Glauben vertreten und lehren als Christen. Wir haben Relegionsfreiheit und sollten also respektieren, was andere glauben – solange es nicht gegen unser Grundgesetz verstösst.

        Die meisten Christen werden der Meinung sein, dass ihr Glaube richtig ist – Muslime werden das von ihrem Glauben ebenfalls behaupten, genau wie ein Buddhisten usw. Letztendlich sind wir alle auf der Suche.

        Ich bin froh, dass es Gottes Ding ist zu beurteilen ob und was nun der „richtige“ Glaube ist.

        Ich glaube eines Tages werden wir alle vor ihm stehen und dann gucken wir mal. Ich bin sehr gespannt, was er und Jesus mir zu sagen haben. 😉

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        1. Mario

          Hallo Mandy,
          wenn du eines Tages vor Jesus und Gott stehst, dann kann doch der Glaube an Jesus und Gott nur der „richtige“ Glauben (gewesen) sein, sonst würdest du ja vor Buddah oder Allah oder Krishna, Shiva, Vishnu oder Manitu oder sonstwas stehen. Gruß Mario der Klugmeier :-) Gott segne dich 😉

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  9. Rolf Oetinger

    Wem wird geholfen…?
    Oft finde ich, dass die Christen hinten runter fallen, geflüchtet sogar hier in Deutschland von ihren Landsleuten weiterverfolgt werden, Paulus empfiehlt, den Christen zuallererst zu helfen.
    https://www.bibleserver.com/text/GNB/Galater6,10
    Und er hat es auch so gemacht, als er Spendengelder sammelte für die (seltsamerweise scheinbar verarmten) Jerusalemer Christen.
    Generell braucht man – denke ich – nicht das Privatleben anderer durchleuchten, aber wenn klar wird, dass jemand offen z.B. homosexuell oder unverheiratet eheähnlich oder mit Minderjährigen in sexueller Beziehung etc lebt und dann als christliche Gemeinde / Gemeinschaft nix sagt – vielleicht hat man sowieso überhaupt nix zu sagen??
    Es geht sicher nicht um „verdammen“ – das macht Gott einmal selbst und auch jeweils das Gewissen des Menschen, aber die christliche Gemeinde klebt sich keine Pflaster auf die Augen, wenn einer ein Dieb ist oder Betrüger oder Totschläger oder ein Kinderschänder oder sonstirgendwas, sie muss liebevoll aber deutlich Klartext reden – wenn es jemand ist, der sich als Christ zur Gemeinde hält. Wenn sie kann, dann soll sie helfen…..
    Eine Sekte erkennt man daran, dass sie stets behaupten wird die „alleinseligmachende Gruppe“ zu sein. „Nur wenn du letztlich und endlich bei uns bist, wirst du gerettet.“ Auch wenn sie es nicht so sagen ist das der Inhalt, z.B. bei den Zeugen Jehovas.

    Antworten
    1. Max

      Ironie an: homosexuell in einer Reihe mit pädophil – toll. Sehr schön, wie man Menschen abwerten kann, in dem man sie in eine Schublade steckt mit denen, die nach unserem Recht klar zu verurteilen sind. Ironie off.
      Da vergeht einem das Interesse am christlichen Glauben, wenn auf diese Weise Menschen, deren sexuelle Orientierung nicht der eigenen Moral entspricht auf eine Stufe mit Verbrechern gestellt werden.

      Antworten
      1. Rolf Oetinger

        Nein, es geht nicht ums „Abwerten“…
        Mandy schrieb: „welche sexuelle Orientierung oder Vorlieben Du hast, wie hoch Dein Einkommen ist usw. geht das eindeutig zu weit! Jegliche Kontrolle, die durch die Gemeinde passiert ist to much. Auch wenn Dir bestimmte Beziehungen und der Kontakt zu bestimmten Leuten „verboten“ wird.“
        Es geht darum, dass man nicht Sünden auf eine Ebene hebt, als ob es doch d’accord sei – wenn Gott doch ausdrücklich davor warnt.
        Wie könnte ich dann auf die Idee kommen z.B. einen unzüchtigen Lebensstil zu empfehlen?? Will ich, dass der Mensch in sein Verderben läuft mit positiven Empfehlungsschreiben von Christen? Schulterklopfend in den Abgrund?
        Paulus hat offensichtlich kein Problem damit, sexuelle Sünden in einer Reihe mit Dieben, Säufern und Räubern warnend aufzuzählen. http://www.bibleserver.com/text/EU/1.Korinther6,9-10
        Es bringt doch nix, wenn die Christen sagen „dass es zu Deiner Sichtweise über Sexualität auch auch andere Meinungen gibt. Ja, auch von Christen! “ – wenn doch Gott selbst eine andere Meinung hat – und die ist klar geoutet in Römer 1.
        Und – Gott verdammt (meist) niemanden zu seinen Lebzeiten, ich tue es auch nicht, aber wenn man Menschen nicht mal die Liebe einer Warnung zukommen lässt, wirkt man wie ein falscher Prophet.
        Lasst uns alle fröhlich sein!
        Nun ist es halt das Thema Homosexualität, das Max pikiert angesprochen hat – bis 1969 war praktizierte Homosexualität in Deutschland strafbewehrt verboten, bis 2003 in Teilen der USA – und, jetzt kommt die Überraschung für Manche: Gott verbietet es schon und noch immer. Es ist ein bisserl wie bei der Abtreibung. Nur weil der Mensch es legalisiert, bedeutet es nicht, dass es Gottes Willen ist. Nur weil die LGTB-Kampagnentreiber den Einflussreichen erfolgreich das Gehirn gewaschen haben mit ihrem Opfermythos etc werden sie nicht vom Täter zum Opfer!

        Durchaus größer sind die Probleme, dass Christen unverheiratet eheähnlich zusammen leben, oder heiraten, scheiden, wiederheiraten und sich jeweils mittig im Willen Gottes sehen. Jesus sprach dermaßen eindringlich über die Ehe, dass seine Jünger erschrocken feststellten: „Dann ist es ja besser gar nicht zu heiraten!!“ http://www.bibleserver.com/text/NLB/Matthäus19,10
        Was ich damit sagen will: Die Sachen sind mit echter Ehrfurcht und Demut vor Gott anzugehen und dieses lockere Drüberweggehen über Dinge, vor denen Gott warnt – wie können man / frau / Mandy oder ein Herr Zimmer es verantworten?

        Antworten
          1. Mandy Artikelautor

            Wenn Du Siegfried Zimmer schon erwähnst, dann lassen wir ihn doch auch zu Wort kommen und seine Sicht der Dinge erklären:

            Abschließende Grüße
            Mandy

            Antworten
        1. NEU

          „Nun ist es halt das Thema Homosexualität, das Max pikiert angesprochen hat – bis 1969 war praktizierte Homosexualität in Deutschland strafbewehrt verboten, bis 2003 in Teilen der USA – und, jetzt kommt die Überraschung für Manche: Gott verbietet es schon und noch immer. Es ist ein bisserl wie bei der Abtreibung. Nur weil der Mensch es legalisiert, bedeutet es nicht, dass es Gottes Willen ist.“

          Ich möchte bei der Form der Argumentation zu bedenken geben, dass der Mensch vor Gott frei ist, zu sündigen oder es zu lassen und die daraus folgenden Konsequenzen zu tragen hat – ja richtig, aber Gott lässt uns die Wahl.

          Wenn nun Homosexualität unter Strafe gestellt wird, aber (ich zitiere Gal. 5) Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Saufen, Fressen nicht, dann wird hier eine einseitige Wertung vorgenommen. Ich nenne das verlogene Doppelmoral. Es ist eine Schande dass es überhaupt verboten wurde – unabhängig davon wie man es wertet. Es geht mir nicht darum eine Diskussion darüber loszutreten, was Sünde ist und was nicht. Wir leben längst ALLE in Sünde, keiner ist ausgenommen. Der eine kämpft mehr damit, der andere weniger. Ist die Hartherzigkeit gegenüber homosexuellen Menschen und das beständige Umdrehen wollen, weniger sündhaft?

          Es ist doch „nur“ Gottes Liebe die in einem Menschen eine Veränderung hervorbringen kann und was wenn es nicht gelingt? Ist dieser Mensch dann weniger geliebt oder strengt er sich zu wenig an? So viele homosexuelle Christen die sich deshalb selbst kasteien und am Ende doch nur feststellen, dass sie es nicht „schaffen“, wie wenn sie nicht schon genug mit Selbstzweifel gequält wären, wird ihnen dann von besseren Christen der Spiegel vorgehalten, als ob sie nicht längst wüssten..

          „Nun ist es halt das Thema Homosexualität, das Max pikiert angesprochen hat“

          Nicht pikiert, sondern zurecht empört, wenn es in Zusammenhang mit Pädophilen aufgezählt wird. Das eine ist schlimmstenfalls eine Sünde, das andere ist Gewalt an Schutzbefohlenen. Eine Bitte um Verzeihung an der Stelle wäre angebracht und nicht noch eins drauf setzen.

          Wir sind alle Sünder und manchmal wünschte ich mir und da sitze ich dann auf dem selben hohen Ross wie alle anderen Selbstgerechten, manche Christen würden besser schweigen, bei Themen von denen sie keine Ahnung haben.

          Antworten
    2. Mandy Artikelautor

      Hallo Rolf.

      Du solltest vielleicht auch in Erwägung ziehen, dass es zu Deiner Sichtweise über Sexualität auch auch andere Meinungen gibt. Ja, auch von Christen! Da muss ich Max mit seinem Kommentar Recht geben. Über was reden wir denn hier; Homosexualität mit Kinderschändern auf einer Stufe …. traurig.

      Antworten
  10. Mario

    Es gibt eine Wahrheit (wahren Glauben), die Gott gesät hat und viele Lügen, die der Feind gesät hat. Und viele Menschen sind dadurch verwirrt und wissen nicht mehr was der wahre Glauben ist und basteln sich ihren eigenen Glauben. Und, wenn du ihnen sagst, dass dein Glauben der wahre Glauben ist, wollen sie natürlich Beweise. Aber auf Gott kann man nicht mit dem Finger zeigen und sagen: da ist Er. Gott muss jeder selber in sich spüren lernen. Bei dem einen dauert es 7 Tage, bei einem anderen 7 Jahre bis er sich Gottes gewiss ist. So ist es nun mal. Gott macht es so, dass es auch jeder irgendwann versteht. Bei mir dauert es jetzt schon fast 3 Jahre und jeder Tag ist neu mit ihm. Manchmal fällt es mir leicht mit ihm zu sein, manchmal schwer. Aber selbst Hiob war nicht perfekt, er hat nur gedacht er wäre es. Deshalb durfte der Feind ihn ja auch demütigen. Bis er eingesehen hat, dass wir alle nur durch Gottes Gnade und seiner Liebe zu uns leben und nicht, weil wir so gut sind. In unserem Glauben haben wir Gott zum Vater und Er selbst hat sich für uns demütigen und kreuzigen lassen. Er ist unser Retter und mächtiger als alle Ketten des Teufels, unser bester Freund unser Helfer und Tröster in der Not. Er ist der Herr von Allem und sehnt sich nach tiefer Gemeinschaft mit uns. Welche Sekte kann das von sich behaupten? Ich weiß für die, welche nicht im Glauben sind, sind manche Verse schon heftig, z,B. Als Jesus sagt: Wer nicht von meinem Fleisch ist und von meinem Blut trinkt, der kann nicht mein Jünger sein. Aber Gläubige wissen, daß Jesus die Wahrheit ist und wir Ihn (die Wahrheit) völlig in uns aufnehmen sollen. Also für Aussenstehende sind wir wahrscheinlich eine riesen Sekte, weil sie nicht verstehen können. Aber ehrlich gesagt macht es mir nichts aus, weil ich weiß was ich an Gott habe. Gott segne euch 😉

    Antworten
    1. Max

      „dass dein Glaube der wahre Glaube ist“… ? So haben auch die gesprochen, die während der Inquisition meinten, klar beurteilen zu können, was Ketzerei ist oder wer als Hexe auf den Scheiterhaufen gehört…
      Nicht der Glaube eines einzelnen Menschen ist „wahr“ oder „besser“, sondern allein Jesus selbst ist „die Wahrheit“ in Person. Alles andere ist schon wieder Selbstüherheblichkeit und wer meint, er sei ohne Sünde, der irrt. Jeder Christ braucht Jesus Christus als Erlöser (vgl. Röm 1-3) und keiner hat mehr von „Wahrheit gepachtet“ als ein anderer. Deshalb Mt 7,1-5 lesen und leben – das reicht voll aus, um in einer Gemeinde zu spüren, wie der „Wind weht“…

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      1. Mario

        Hallo Max,
        Jesus hat uns gezeigt was wahrer Glaube ist. Aber ich merke schon worauf du hinaus möchtest. Was ich aber damit sagen wollte ist, des es viele Glauben in der Welt gibt, z.B. der Buddhismus, der Hinduismus, der Glaube ans Geld, der Glaube ans Schicksal usw. Manche nehmen sich auch von jeden Glauben etwas und basteln sich ihren eigenen Glauben. So soll es aber nicht bei uns sein. Tut mir leid, wenn dir diese Worte zu hart erscheinen und du daran Anstoß findest. Tut mir auch leid, dass du mich nicht besser kennst und mich als selbsüberheblich, und für jemanden der denkt er sei ohne Sünde, einschätz. Aber wenn es dich glücklich macht soll es so sein :-)
        Ich stimme dir zu: Jesus Christus ist die Wahrheit in Person. Aber das habe ich bereits oben erwähnt. Und ich habe es nicht nur so dahin gesagt, sondern auch einigermaßen versucht zu erklären was es bedeutet. Alles Gute für dich und ein schönes Wochenende! Gott segne dich 😉

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        1. Anonymous

          Mario, bei mir hinterlässt Du allerdings auch den Eindruck, rechts den erhobenen Zeigefinger und links die Bibel in der Hand. Da ist kein Platz mehr für offene Arme, die wir Sünder brauchen.

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          1. Mario

            Ach Anonymous, hat Gott uns nicht alle verschieden erschaffen? Und sind wir nicht, wenn wir uns zu Jesus bekennen, ein Leib in Christus? Wie könnte nun der linke Arm die gleichen Fähigkeiten haben, wie das Herz? Oder der rechte Fuß, wie der Kopf? Sieh nur mal die Unterschiede zwischen Petrus, Johannes oder gar Paulus.
            Und, wenn du sagst ich sei die rechte Zeigefinger oder die linke Hand, muss ich dir leider wiedersprechen, denn ich glaube ich bin eher der kleine Zeh vom linken Fuß. Aber trotzdem danke für das Kompliment. Gott segne dich 😉

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  11. Markus

    Eine Sekte ist eine Gruppe, die die Rechte ihrer Mitglieder verletzt und sie durch unethische Praktiken wie Bewusstseinskontrolle schädigt. Eine totalitäre, persönlichkeitszerstörende Sekte unterscheidet sich von einer normalen gesellschaftlichen oder religiösen Gruppierung unter anderem dadurch, dass sie ihre Mitglieder mit Druck überredet oder anderen schädlichen Einflüssen unterwirft, um sie in der Gruppe zu halten.

    Hier gibt es viel mehr zu diesem Thema: http://www.destruktive-gruppen-erkennen.com

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    1. Bithya

      Wow, danke für den Link. Den werde ich mir mal ganz in Ruhe angucken, auf den ersten Blick waaaahnsinnig viel Stoff. Aber klingt sehr interessant.
      LG

      Antworten
  12. michl

    Sekte kommt ebenfalls – abgeleitet – aus dem griechichen: Sektor=Kreisausschnitt.
    Eine Sekte ist also eine Gruppe die aus einem großen Kuchen ein Stückchen herausgeschnitten hat und diesesn kleinen Teil nun auf einen besonderen Sockel stellt.
    Bspw.:
    – die Bibel, die ist ja wichtig,aber die können nur die „Spezialisten“ verstehen. Und Jesus,der ist auch wichtig. Aber tierisch böse,also komme lieber über Maria zu Jesus
    – die Bibel , die ist ja wichtig , aber das Buch Mormon ist viel wichtiger…die 7 Schriftstudien von Taze Russell sind viel wichtiger …nur der Wachturm hat recht…..usw

    Nur der ganze Kuchen – also die ganze Bibel – ist die ganze Wahrheit. Und dieser „Kuchen“ bezeugt,dass Jesus allein der Weg,die Wahrheit und das Leben ist und niemand zum Vater kommt,als allein durch ihn. Basta.(Joh.14,6). Wer´s glaubt wird selig!!
    Zusammengefasst ist dieser Kuchen in seiner „Glasur“ in Joh.3,16-18: Gott sendet den Sohn um die Welt zu retten.Zumindest jeden der das glaubt. So einfach ist das(16). Jesus kam NICHT um die Welt zu richten (17). Auch wenn er später dann tatsächlich die Welt richten wird (vgl.Offb). Wer also einfach an ihn glaubt wird nicht gerichtet und wer nicht an ihn glaubt IST schon gerichtet. Er hat sich quasi selbst gerichtet (18) Das „wahre“ Gericht ist also,das Licht=Jesus abzulehnen(19). Vgl. Joh.1,5

    Zusammengefasst: Komm zu Jesus und zu seinem Licht ( bzw. er IST das Licht ) , alles andere hilft Dir nicht.
    So einfach ist das……keine Religion,keine Religiösität,kein eigenes Bemühen, sondern Gottes Gnadengeschenk in Jesus.
    Wer das begreift und annimmt wird aus Dankbarkeit anders leben. Und DAS ist für mich „echtes“ Christsein: Aus Dankbarkeit anders leben.Mit Jesus.

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  13. Stefanie

    Ich danke für diesen guten Artikel!

    Ich bin vor ein paar Jahren auf den „Bund der Kämpfer für Glaube und Wahrheit“ gestoßen. Sie nennen sich auch die „Horpeniten“. Hat das jemand schonmal gehört oder kennt ihr jemanden? Mein Freund war ein Mitglied dieses „Bundes“. Ich habe das erst später erfahren. Ich wusste nur, dass er regelmäßig zur „Bibelstunde“ geht. Später bekam ich mit, dass er und seine Familie okkulte Handlungen vollziehen (z.B. Pendeln) und sie z. B. schon wussten, welche Zensuren ich in meiner Prüfung bekomme, noch bevor ich es wusste… Das hatten sie durch das Pendeln herausgefunden. Es war ihnen immer wichtig, dass sie als normale Christen bezeichnet werden. Um es besser zu verstehen, wollte ich gern zu dieser „Bibelstunde“ mitgehen, aber ich durfte nicht. Es gibt dort Kreise, in die man erst aufsteigen muss… Mir war das manchmal alles sehr seltsam, manchmal auch gruselig, weshalb ich die Beziehung nicht weiterführen konnte. Ich bin eine Frau, die sich als normale Christin bezeichnen würde. Ich gehe in die evangelisch-lutherische Kirche.

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    1. Siegfried Raith

      Sehr geehrte Frau Stefanie,
      ich bin heute ganz zufällig durch eine Google-Suche „Horpeniten“ auf Ihre Anfrage wegen des Bundes der Kämpfer in diesem Blog http://www.unendlichgeliebt.de gestoßen. Ich kenne mich mit diesem Bund, speziell was die frühere Aktivität und das Schrifttum betrifft, recht gut aus. Wenn Sie Fragen dazu haben, dann senden Sie mir bitte Ihre E-Mail-Adresse.
      Mit freundlichen Grüßen
      Siegfried Raith (Erlangen)

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  14. erdmann

    eigentlich ist ja zum Thema Sekte alles gesagt. Eines vermisse ich allerdings. Es gibt im neuen Testament die Geschichte von den Eheleuten Hananias und Saphira Apostelgeschichte 5, 1-11. Diese Stelle wird gern missbraucht um die christliche Gemeinde in die Ecke einer Sekte zu stellen, Hananias und Saphira hatten aber freie Hand mit dem Geld vom Acker zu machen was sie wollten, weil sie aber gesagt haben : das ist das gesamte Geld was wir für diesen Acker bekommen haben und dieses Geld auch für eine Gemeinschaft im heiligen Geist verwendet wissen wollten konnte der heilige geist nicht anders als durch Petrus zu wirken, so wie es in der Apostelgeschichte steht. Eine ganz simple Parallele zu dieser Geschichte ist unsere Steuererklärung, bei vielen eigentlich das sichere Todesurteil nur eben nicht ganz weil der Staat sich nicht als christliche Gemeinde bezeichnen kann. Gemeinschaft egal ob christlich oder nicht kann nur funktionieren wenn alle transparent und nicht im verborgenen handeln und ich schaue mir sehr genau an wem ich Geld gebe und wem nicht. Noch eine provokative Frage ist ein Supermarkt eine Sekte ? Ja. Du bekommst das und das nur für den und den Preis !!!

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    1. Gast

      Richtig! Der Heilige Geist handelte hier durch Petrus.
      Ich glaube das Gott Hanaia`s und Saphira aufs Herz gelegt hatte den Acker zu verkaufen und das Geld für sein Reich herzugeben, allerdings gehorchten sie seinem Geist nicht. Ehrlich gesagt würde ich mir so etwas Heutzutage öfters wünschen, damit viele Christen wieder Ehrfurcht vor Gott bekommen, und der Glaube wächst und gedeiht.

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  15. Bithya

    Hey :-)
    im Grunde stimme ich dir voll zu: Das Einmischen und Ausspionieren geht in christlichen Gemeinden gar nicht und jedem soll geholfen werden, der Hilfe braucht/um sie bittet. Aber ich hab dann mal hier ein bisschen in den Kommentaren gelesen und dabei ist mir etwas eingefallen:
    Vor etwas über einem Jahr wurde eine Freundin von mir, die mit ihrem damaligen Freund in dieselbe Gemeinde ging, von ihm schwer misshandelt und beinahe umgebracht. Ich übertreibe nicht, er hat sie mehrmals mit dem Kopf gegen Schränke geschmettert. Als sie im Krankenhaus lag, hat sie den Pastor angerufen, der dem Mann daraufhin Hausverbot für das Gelände der Gemeinde erteilt hat. Um sie zu schützen. Der Mann hat also keine Hilfe mehr von der Gemeinde bekommen und durfte auch nicht mehr hin.
    Hier wurde sich also schon in sein Leben eingemischt und selektiv geholfen. (Ihr ja, ihm nein.) Und ich finde, der Pastor hat da richtig reagiert, denn alles andere wäre eher ein Zeichen, dass man in dieser Gemeinde nicht sicher ist und dass Gewalttäter unterstützt würden.
    Auf der anderen Seite ist eine andere Freundin von mir. Sie war mit einem Mann aus ihrer damaligen Gemeinde verheiratet, der sie immer wieder, über Jahre, seelisch und körperlich verletzt hat. Als sie es nicht mehr ausgehalten hat, hat sie versucht, sich zu vergiften, denn Scheidung gibt es ja für Christen nicht. Als das auch nicht funktioniert hat, hat sie ihren Mann doch verlassen. Dafür ist SIE aber von der Gemeinde sanktioniert worden, als Ehebrecherin, als die, die eine Familie zerstört und die große Sünderin ist. Ihr blieb nichts anderes übrig, als die Gemeinde zu verlassen und darüber hätte sie auch fast ihren Glauben verloren. Ihr Mann ist aber ohne Probleme in der Gemeinde geblieben und war der arme, verlassene Mann, der unterstützt wurde.
    Der andere Extremfall.
    Wo ist also ein Einmischen wichtig und wo kann man vielleicht doch sagen, diese Person soll unterstützt werden und jene nicht? Ich hab keine Antwort. Nicht wirklich. Wo zieht man die Linie? Was ist noch zu tolerieren und was nicht? Ich finde ja, in dem Moment, wo ein anderer zu Schaden kommt, kann oder sollte interveniert werden. Aber welcher „Schaden“ ist stark genug dafür?

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    1. Mandy Artikelautor

      Hallo Bithya.

      Was Deine Freundinnen erleben mussten tut mir sehr. Furchtbar.

      Natürlich hat der Pastor bei deiner erster Freundin von der Du berichtest, richtig gehandelt. Alles andere wäre unterlassene Hilfeleistung. Hier geht es um Gewalt! Sie hat ihn um Hilfe gebeten, er hat sie in Schutz genommen und sich gekümmert. Er hat sie nicht ausspioniert oder ihr hinterher gestalkt (was ich als Sektenmerkmal in meinem Artikel aufgeführt habe).

      Der andere Fall; tut beim lesen ja schon weh. „Christen dürfen sich nicht scheiden lassen“ …. oh mann. Das wäre ein extra Thema wert – hab darüber auch schon mal geschrieben. Diese Gemeinde wäre nichts für mich, zumal man sich anscheinend nicht mal ihre Hintergründe anhört hat. Gruselig.

      Letztendlich ist es die Ehe von den Beiden und sie entscheiden ob sie sich trennen oder nicht. Wenn Gewalt im Spiel ist und die Frau ebenfalls Hilfe beim Pastor sucht, wie beim 1. Fall, dann sollte ihr unbedingt geholfen werden.

      Du fragst wann ist der „Schaden“ groß genug. Ich würde meinen wenn jemand seelisch oder körperlich Gewalt erfährt – dann gehört er in Schutz genommen. Dafür sollten Gemeinden da sein! Vorallem dann, wenn der „Täter“ null Einsicht hat, dass da was schief läuft.

      Ich würde in beiden Fällen den Frauen raten sich zB. an den ‚Weissen Ring‘ (http://weisser-ring.de) zu wenden. Dort sind Leute die sich um Opfer vom Missbrauch und Kriminalität kümmert und den ein oder anderen guten Tipp und Rat geben können. Auch was eine Anzeige gegen den Täter betrifft.

      Nun könnte man denken: „Oh, man darf doch niemanden abweisen der in unsere Gemeinde kommen möchte?!“ – doch. Denn irgendwann ist genug. Uneinsichtige Gewalttäter, wo noch dazu die Opfer in die Gemeinde kommen … das geht nun mal nicht. Da dürfen wir uns nicht emotional erpressen lassen. Wir sollten vielmehr Gott zutrauen, dass er seine Menschen kennt und damit auch den Weg für jeden einzelnen. Es gibt unendlich viele Gemeinden / Kirchen – er muss nicht dahin gehen wo seine (Ex-)Frau hingeht.

      Ich wünsche Deinen Freundinnen, dass sie glücklich sind / werden mit einem Menschen an ihrer Seite, der sie liebt und ihnen diese Liebe auch zeigen kann.

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      1. Bithya

        Du fragst wann ist der “Schaden” groß genug. Ich würde meinen wenn jemand seelisch oder körperlich Gewalt erfährt – dann gehört er in Schutz genommen.

        Ja, aber das ist genau die Frage. Ich stimme dir voll zu, Gewalt geht nicht, in welcher Form auch immer. Weder in Ehe noch in Erziehung noch sonstwo.
        Was ich aber denke ist, dass es Leute gibt (und manchmal schließe ich mich da mit ein), die sehr empfindlich reagieren, wenn andere anders sind. Die dann sehr schnell von Gewalt sprechen, wo es für andere vielleicht nur unterschiedliche Meinungen sind. („Der hat mich gemobbt“, wo andere es als eine lebhafte Diskussion interpretieren würden.) In so einem Fall kann man ja schlecht jemanden im krassen Fall aus der Gemeinde ausschließen. Und wenn dann immer jemand kommen würde, der die Dinge für die betreffende Person regeln würde, könnte sie nie lernen, zu streiten. Nur als Beispiel.
        Ich weiß, manchmal bin ich ein Korinthenkaker. Aber ich ringe da um Lösungen, die lebbar sind. Ansonsten stimme ich dir voll zu. (Eine Beratung oder Thera hab ich der einen Freundin auch empfohlen. Die andere hatte schon eine.)

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        1. Mandy Artikelautor

          Ja, die Wahrnehmungen sind unterschiedlich. Ich denke ein Pastor sollte nur bei einem gravierenden Fall eingreifen in dem er jemanden weg schickt. Wie eben die von Dir erzählten „Fälle“.

          Ich würde mir einen Pastor wünschen, der Wegweiser ist. Zu dem ich bei Problemen kommen kann, der mir auch mal Rat gibt, für mich betet – der mich dann aber weiter vermittelt. Mir eine Partnerberatung empfiehlt, mir Adressen von Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen gibt etc. 

          Ich denke die meisten werden das auch so handhaben. Denn sie haben ja auch noch andere Aufgaben als sich um die Probleme ihrer „Schäfchen“ zu kümmern 😉 Zumal eine gewisse Distanz zwischen Pastor und Gemeindemitgliedern auch ganz sinnvoll ist, ohne das es unpersönlich wird.

          Pastor/in sein ist schon ne gewaltige Aufgabe! Umso mehr sollte man für die Menschen beten.

           

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