Human Library: „Leih“ Dir einen Menschen aus

Es ist die wohl die ungewöhnlichste und faszinierendste Bibliothek der Welt: die Human Library. Hier kann man sich Menschen statt Bücher "ausleihen". Vielleicht hast Du von diesem genialen Projekt schon gehört?! 

Der dänische Journalist Ronni Abergel, hat Human Library im Jahre 2000 gegründet.

Viele Menschen kennen es stigmatisiert zu werden. Aufgrund ihres Aussehens, ihrer Herkunft, ihres Berufs, ihrer Lebenstils, ihrer religiösen oder politischen Orientierung oder weiß ich was. 
 

human
 

Menschen stecken Menschen in bestimmte Schubladen. Zu das Brett = Feierabend. 

Doch wie wäre es, Menschen wirklich kennenzulernen, die scheinbar so ganz anders ticken wie man selbst?


Ziel dieser besonderen Bibliothek ist es, Raum für Begegnungen zu schaffen, um sich kennenzulernen. Damit Vorurteile abgebaut und Tabus zum Thema werden. Vielleicht entdecken wir ja dann, dass wir gar nicht sooo verschieden sind?


Ronni Abergel sagt: „Jeder hat Vorurteile, aber nicht jeder hat die Möglichkeit, in einem sicheren Rahmen herauszufinden, ob das, was wir über andere Menschen glauben, wahr ist. Das ist der Kern dessen, was die Human Library bietet. Es ist ein Ort, an dem sich der Leser oder die Leserin mit einem völlig Fremden zusammensetzen kann, der freiwillig Fragen darüber beantwortet, ob er obdachlos, ein Flüchtling, bisexuell, muslimisch, behindert, HIV-positiv oder ein Polizist ist“. 


Die "Human Library" versteht ihre Mission als einen Beitrag zu mehr Empathie, Respekt und Verständnis für die Vielfalt in der Gesellschaft.
 

Die außergewöhnliche Bibliothek kann man bei verschiedenen Veranstaltungen in über 85 Ländern dieser Welt kennenlernen. Ob nun in normalen "Buch-Bibliotheken", Unternehmen, Schulen, Konferenzen, Festivals etc. In Kopenhagen hat die Human Library eine ständige Bibliothek und einen Lesegarten für private Gespräche mit "menschlichen Büchern" eingerichtet. Der Besuch des Lesegartens ist für alle kostenlos.


Normalerweise dauert ein Gespräch, also „eine Ausleihe“, etwa 20 bis 30 Minuten. Die Organisation bietet mittlerweile auch Online-Leseecken an, in denen man zum Beispiel die Holocaust-Überlebende Yoka finden kann. Da sie teilweise in den Niederlanden und teilweise in Kalifornien lebt, passt dieses Format am besten zu ihr und Leser aus der ganzen Welt können Kontakt zu ihr aufnehmen. Im Moment ist sie eines der aktivsten „Bücher“ im virtuellen Bücherdepot, das oft mehrmals pro Woche „gelesen“ wird.


Um mehr über die Human Library zu erfahren, schau mal auf deren Webseite vorbei:

 humanlibrary.org


Richtig gut wäre, wenn das Projekt auch in Deutschland weite Kreise zieht!

Leute, so unterschiedlich wir auch ticken, wir sind alle Menschen. Wir sollten zusammen halten und uns nicht gegenseitig runter machen und aufziehen! Alles was hilft uns zusammen zu bringen, ist ne coole Sache, die gefördert gehört! Meinste nicht auch?


Im Psalm 8, 5-6 steht: "Was ist da schon der Mensch, dass du an ihn denkst? Wie klein und unbedeutend ist er, und doch kümmerst du dich um ihn. Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als die Engel, ja, mit Ruhm und Ehre hast du ihn gekrönt."


Jeder Mensch ist auf seine Art wie ein dickes Buch, wir können viel voneinander lernen. Ich denke wir sollten uns die Chance dazu nicht entgehen lassen!


Hab ein schönes Wochenende!

Deine Mandy


© Foto: The Human Library

 


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Dieser Beitrag wurde am 18. August 2022 veröffentlicht.

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