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Die Uhren werden am Wochenende umgestellt. Jepp: vor – wie die Gartenstühle, die jetzt vors Haus kommen. Während manche sich auf die längeren Abende freuen, spüren andere vor allem die Müdigkeit, die mit der geklauten Stunde kommt. 😴
Aber weißt Du, was noch viel krasser ist als diese eine Stunde? Wie oft wir in unserem Leben sagen: „Jetzt ist nicht die richtige Zeit.“ Nicht der richtige Moment, nicht die passende Phase, nicht der optimale Umstand. Wir schieben Träume, Gespräche, Veränderungen, Entscheidungen vor uns her, weil die innere Uhr sagt: „Wart mal noch.“
Aber was, wenn sie gar nicht mehr richtig tickt? Was, wenn sie stehen geblieben ist – bei alten Verletzungen, bei Sätzen, die wehgetan haben, bei einem Misserfolg, der mehr in uns hinterlassen hat als uns lieb ist, bei der Angst, wieder zu scheitern?
Was, wenn sie sich Jahr für Jahr auf dieselbe Ausrede beruft: „Ich bin noch nicht so weit.“ 🤷♀️
Vielleicht stimmt das nicht. Vielleicht bist Du längst weiter, als Du denkst?! Vielleicht ist das Einzige, was Dir fehlt, nicht mehr Zeit – sondern der Mut, sie zu nutzen! 💡
In der Bibel steht: „Alles hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde.“ – Prediger 3, 1
Ja, alles hat seine Zeit – ich glaube, manchmal müssen wir aufhören, passiv auf sie zu warten. Manchmal ist „die richtige Zeit“ nicht das, was wir fühlen, sondern das, was wir wählen.
Ich weiß nicht genau, wie Gott mit Zeit umgeht. Aber ich glaube nicht, dass Er sich an unsere Pläne hält. Und ich glaube auch nicht, dass wir erst perfekt oder bereit sein müssen, damit Er uns begegnet. Vielleicht ist Er längst da – leise, geduldig, jetzt. 🙏
Und vielleicht ist die Müdigkeit, die wir spüren, nicht nur von der geklauten Stunde, sondern auch von dem ewigen Verschieben. Von den Entscheidungen, die zu lange im „Vielleicht“ stecken. Von dem Wunsch, alles richtig zu machen – und dem Leben dabei beim Vorbeiziehen zuzusehen.
Nicht alles braucht einen Plan. Manches braucht einfach einen ehrlichen Anfang.
Stell die Uhr um – klar. Aber vielleicht drehst Du innerlich auch was ein kleines Stück nach vorn. Nur so ein bisschen. Reicht ja für’n Anfang. 😉
Schönes Wochenende!
Mandy