Missbrauch: “Ich bin schuldig!” Teil 2

Bei fast allen missbrauchten Menschen spielt die Schuldfrage eine große Rolle. Sie fragen sich:

Bin ich schuld, an dem was geschehen ist? Ich glaube Du kennst die Antwort bereits: NEIN Du bist nicht schuld!


Es gibt viele Gründe warum ein Kind sich nicht wehren kann. Ich denke an körperliche Unterlegenheit, die Undenkbarkeit das Mama oder Papa einem Böses antun, der Gedanken, dass "das" ganz "normal" ist oder die Angst nicht mehr geliebt zu werden, wenn man sich wehrt  – um nur einige Beispiele zu nennen.

Auch erwachsene Opfer sind oft irritiert und geben sich die Schuld an dem was geschehen ist, sie hätten sich doch wehren können, denken sie. Doch Du hast Dich in diesem Moment in einem Schockzustand befunden, hattest Angst und verlierst somit einen Großteil Deiner Selbstkontrolle.


Ich habe mich schuldig gefühlt, weil ich dachte ich hätte der Frau vom Jugendamt, die wöchentlich zu uns nach Hause kam, doch irgendwas sagen oder schreiben können. Doch ich habe es nicht getan. Ich hatte Angst, vor dem was dann passiert.

"Ich mache die Familie kaputt!", war mein Gedanke. Doch das die Familie bereits kaputt war, das verstand ich als Kind nicht.


Nicht selten versuchen Menschen Schuldgefühle mit Drogen, Alk oder Essen zu unterdrücken. Bei manchen scheinen die seelischen Verletzungen sogar so stark, dass sie sich Wunden, zufügen um mit körperlichen Schmerz den seelischen zu unterdrücken.


Das sind alles nur kurzfristige "Lösungen" , dass wissen wir alle – doch was hilft?

Gegen die Fesseln des Missbrauchs hilft nur eins – diese Ketten zu sprengen! Ich erfuhr diese Freiheit durch Gott!


Es erfordert Kraft, Mut und Zeit. Das was passiert ist, dass kann nicht rückgängig gemacht werden. Doch Du kannst lernen mit diesen schlimmen Erfahrungen umzugehen und Gott wird Dir dabei eine große Hilfe sein. Gott ist für mich kein "Seelentröster", nach dem Motto: "Naja wenn nix mehr hilft, dann glaubt man eben an Gott und redet sich ein, dass der das schon macht."


Im 1. Johannes 4, 16  steht: "Gott ist Liebe, und wer in dieser Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm."

 

Ich habe das erlebt und bin überzeugt davon, dass Du diese Liebe auch erleben kannst! 


Setz Dich mal hin und erzähle Gott alles was Dir auf der Seele brennt, was Dir Angst macht und woran Du Dich schuldig fühlst. Du musst ihn nicht um seine Liebe bitten – denn er liebt Dich sowieso. Du kannst ihn darum bitten diese Schuldgefühle weg zunehmen, Dich frei davon zu machen! Bitte Gott um Mut Dich jemanden anzuvertrauen!


Oftmals ist es wichtig, dass Du jemanden bittest Dich dabei zu unterstützen. Am besten ist ein Seelsorger dafür geeignet, der auch bereit ist gemeinsam mit Dir zu beten. Gebet hat eine unfassbare Macht!

In den meisten Fällen ist es notwendig über das erlebte zu sprechen, um es "raus zu lassen", um das was geschehen ist aus einem anderen Blickwinkel sehen zu können. Es geht nicht darum es immer und immer wieder hochzuholen und durchzukauen. Ich denke sogar, dass ist das Blödeste überhaupt. Denn dann drehst Du Dich nur um diesen Mist und schließt ihn nicht ab.

Ich bin eine Zeit lang wöchentlich zu einer Psychologin gegangen, die hatte zwar leider "keinen Draht zum Chef " und hat nicht mit mir gebetet – aber es war dennoch sehr wichtig für mich und hat mir geholfen, den Missbrauch aus der "Entfernung" nochmal zu sehen und dieser andere Blickwinkel hat mir einiges erklären können. Hier noch ne Stelle aus der Bibel, die ich sehr hilfreich finde:
 

"Angst und Liebe passen übrigens nicht zusammen. Wo Liebe ist, gibt es keine Angst mehr, die Liebe vertreibt die Angst. Wer Angst hat, fürchtet sich ja vor einer Bestrafung. Wenn jemand Angst hat, ist das nur ein Zeichen, dass er die wirkliche Liebe noch gar nicht kennen gelernt hat." – 1. Johannes 4, 18 


Der Teufel ist der Gegner von Gott und der hat keinen Bock auf Liebe. Er will alles kaputt machen, er will Dir ne Menge Schuld einreden und er will das Du Schiss hast. Doch Gott drückt Dir die rote Karte in die Hand und die kannste der Stinkebacke vor die Nase halten!
 

Vielleicht denkst Du: "Ich vertraue keinem mehr, da werde ich nur verletzt. Gott kann ich auch nicht vertrauen."

Das ist verständlich. Wahrscheinlich geht es fast jedem so. Letzendlich ist dieser Vertrauenschritt aber nötig, glaube ich. Es ist der zweite Schritt zur Heilung Deiner seelischen Wunden. Der erste war anzuerkennen, das Du missbraucht wurdest.

Siehe Teil 1 von gestern.

 

Beziehungen funktionieren nicht ohne Vertrauen und ohne Vertrauen keine Beziehung, auch nicht zu Gott.


Joyce Meyer, eine Predigerin, sagte mal: "Wenn Du glauben kannst, dass Gott, der vollkommen ist, Dich liebt, dann kannst Du auch glauben, dass Du es wert bist, geliebt zu werden!"
 

Liebe mußt Du Dir nicht verdienen – Liebe gibt's als Gratisgeschenk vom BIG Daddy! Du bist sein Wunschkind!

 

So, genug für heute … morgen schreibe ich dann weiter.

 

Alles Liebe
Deine Mandy

 

© Bild: RainertMainert / pixelio.de

 


Wer schreibt diesen Blog und warum? – Das erfährst Du, wenn Du HIER klickst
Kann ich Dich und Deine Blog-Arbeit unterstützen? Ja, dass ist möglich, dazu HIER klicken. Ich danke Dir von Herzen!

Dieser Beitrag wurde am 3. März 2011 veröffentlicht.

12 Gedanken zu „Missbrauch: “Ich bin schuldig!” Teil 2

  1. micha

    "Das ist kein blödes Gelaber und wenn doch, dann hab ich ne super Phantasie. Ich erlebe diese Liebe von Gott und das kannst Du auch!"
                                                       ???????????????????

    Antworten
    1. Pitri:)

      Wir sind alle Menschen . Auch wenn wir an diese wunderbare Geschichte und Geschehnisse glauben , kommt doch die Frage ; ist sie wirklich wahr ?! "Gibt es Gott ? Wie sieht er aus ? Wo ist er ? Was ist er ? " Fragst Du Dich nie ….nur gaaaanz kurz … gibt es Gott wirklich ? . Es sind Bruchteile . Wir kommen … Gott Lob und Dank schnell davon ab , weil wir die Liebe spüren . Doch andere stellen diese Frage … und wir glauben trotzdem an etwas , das man nicht greifen kann. Was in einem grossen Teil der Gesellschaft als " Fantasie " oder "Hirngespinst" bezeichenet wird.
      Wichtig ist ja die Grundlage , dass es eine Veränderung im Leben gibt  , wenn man sich dann die Zeit nimmt  und betet oder mit Gott spricht . Das ist es wohl , was Mandy damit sagen wolte . Da viele daran scheitern oder aufgeben , weil sie als "Fantasten" oder "Weltfremde" oder "Spinner" abgestempelt und sogar ausgegrenzt werden .
      Für jemanden , der sich schon eine Weile damit beschäftigt hat und weiss / merkt , dass es/ er das Leben verändert , kommt diese Frage vielleicht nicht mehr auf ??!?  Aber es gibt noch viele , die am Anfang stehen . Wenn dann jemand sich diese "Gibt es einen Gott "  Frage stellt , dann ist es doch schon mal ein Schritt , sich erst mal "mit seiner Fantsie" zu beschäftigen und dran zu bleiben . Bis man merkt … es ist wirklich was dran . Oder ?!?  Etwas oder jemand will uns doch auch glauben machen , dass Gott  ein Hirngespinst ist . Stimmts ?  Und wenn … Es verändert mein Leben und wird sichtbar , spürbar und dringt bis zu mir ! In Form von Liebe , Glaube und Hoffnung .
       

      Antworten
      1. micha

        "Wir sind alle Menschen . Auch wenn wir an diese wunderbare Geschichte und Geschehnisse glauben , kommt doch die Frage ; ist sie wirklich wahr ?! "Gibt es Gott ? Wie sieht er aus ? Wo ist er ? Was ist er ? " Fragst Du Dich nie ….nur gaaaanz kurz … gibt es Gott wirklich ?" fragt Pitri.
        Gott ist keine Fantasie! Niemals lese ich in der Bibel: "Stell dir mal vor…ect".

        Dabei ist es unerheblich, ob bei mir Gott ist oder nicht, ob ich Zweifel habe oder nicht.

        Mein Fragen orientiert sich aber an dem Ziel. An den Fakten! Und die heißen Jesus Christus. Sollte ich herausgefunden haben, dass es IHN nicht gibt, dann wäre dies auch in Ordnung! Weil ich mich an dem Ziel, an den Fakten, an IHN gemessen habe.  micha!

        Antworten
        1. Mandy Artikelautor

          Um was geht es eigentlich?

          Ein Satz rausgepickt… den Rest ignoriert. Nun gut.. also wie Pitri schon sagt vielen denken das es ne gute Phantasie ist sich "einzubilden", dass es Gott gibt und er zu einem spricht usw. wenn es so ist dann wäre ich echt platt…. 

          Verstehe die Frage oder den Zweifel nicht so ganz.

          Antworten
          1. Pitri:)

            Ich glaube an den Vater , den Sohn und den heiligen Geist !
            Auch wenn ich nicht wirklich sagen kann ,was es sit. Wenn ich die Bibel lese, dann ist das ein Erlebnis. Ich lebe darin…ich fühle die Kraft und sowas wie Realität . Dafür muss man sich jedoch die Zeit nehmen und wider denen , die einen abstempeln und etwas greifbares brauchen , um daran zu glauben . Hier und jetzt kann ich darüber lesen , was Gott alles für seine Kinder / uns Menschen getan hat …dass er sich in Jesus Christus offenbahrt hat  und nun durch den heiligen Geist wirkt .
            Andere sagen "du fantasiesrst dir was zusammen" …
            Dann kommt es darauf an Gott  in sein Leben zu lassen . Und ihn Realität werden zu lassen und zu spüren …
            I.L.Petra)

            Antworten
        2. Pitri:)

          Jesus Christus ist der absolute Pfad und ich danke , dass er alles auf sich genommen hat um auch mich zu retten !
          Gelobt sei Jesus Christus ! In Ewigkeit ! Amen.

          Antworten
  2. traudi

    Mandy,
    Du bist ein wunderbarer Mensch. Dady segnet Dich und trägt Deiner Seele die vielen guten Beiträge zu. Es ist schön zu wissen, dass Du von Gott so wunderbar getragen wirst.
    Ich bete für Dich das alles so bleibt. Gottes Hand ist über Dir !

    Antworten
  3. Gabriele

    erstens denke ich das die Zweifel von satan persönlich kommen, das versucht er andauernd bei mir, aber der kann das echt knicken, ich glaube das die Bibel Gottes wort ist und die wahrheit. Und wie schon gesagt, auch wenn es nicht so wäre, sein leben nach Jesus zu richten ist allemal das richtige und bringt uns ein leichteres Leben, das weiß ich aus erfahrung. Man ist halt gesegnet. echt  cool.

    Antworten
  4. Theresa

    Wisst ihr, ich glaube nicht an den Teufel, Satan oder auch Stinkebacke oder wie auch immer. Aber darauf kommt es nicht an. Wichtig ist, dass Gott stärker ist als alles böse, egal wer oder was das ist. Grundsätzlich gilt erst mal "Gott liebt jeden" , also auch den Teufel, falls es einen geben sollte. Wenn es ihn gibt, so denke ich mir, so ist Gottes liebe einfach viel zu gross, als dass der Teufel noch viel "arbeiten" kann, denn er ist geblendet von der Liebe Gottes. Ich glaube viel eher,… ja was glaube ich eigentlich? Sich diese Frage zu stellen ist schwierig, und ich mache mir in letzter Zeit viele Gedanken darüber. Ich glaube, dass Gott KEINEN Missbrauch will. Aber ich denke, es gibt Menschen, die nicht an Gott glauben, und denken, sie könnten alles machen, ohne dass jemand da oben im Himmel es mitkriegt und sich fragt, wie viel er noch tun muss, damit dieser Mensch aufhört zu missbrauechen. ODER manche Menschen sind zu sehr bestärkt für ihre Taten, weil sie denken, dass Gott ihnen doch eh alles vezeiht. Ja, Gott verzeiht uns ALLES, dafür ist Jesus am Kreuz gestorben, für all unsere Sünden, aber Gott wollte damit nich sagen, ihr dürft jetzt missbrauechen, vergewaltigen, morden, stehlen,… . Er wollte uns damit nicht eine Lizenz für alles geben, er wollte uns viel eher in unsrem Glauben bestärken und seine versuchen, seine Liebe und Präsenz für uns greiugbarer zu machen.
    Vielleicht gibt es den Teufel auch, ich kann nicht "Ja" oder "Nein" sagen, ich kann nur meine Ansichten vor euch ausbreiten und hoffen, jemanden zu inspirieren. Ich bin nicht erleuchtet, auserwählt oder hatte eine Erscheinung mit Gott, wie du, liebe Mandy, aber ich denke, es ist eines jeden Aufgabe, anderen Gott näher zu bringen.
    Liebe Mandy, ich finde es toll, was du täglich leistest, um allen deinen Lesern Mut zu machen und die gute Nachricht zu überbringen. Ich kann mir gut vorstellen, wie viel Mühe dahinter steckt, ich schätze das sehr!
    Theresa

    Antworten

Hinterlasse eine Antworte für traudi Cancel Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.